Zentralklärwerk Radegast

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Das ZKW Radegast wurde erstmals im Jahre 1998 mit einer mechanischen und einer biologischen Behandlungsstufe mit Stickstoff- und Phosphoreliminierung nach dem SBR-Verfahren für 8.500 Einwohnerwerte (EW) sowie der Schlammentwässerung in Betrieb genommen.

2002 wurde im Zuge des 2. Bauabschnittes (BA) eine Vorklärung sowie eine Schlammfaulung errichtet. Im Zuge des 3. BA wurde 2005 der 3. SBR-Reaktor in Betrieb genommen. Das ZKW entspricht in seinem heutigen Zustand dem hohen techischen Standart in der Schmutzwasserreinigung und verfügt derzeit über eine genehmigte Reinigungskapazität von 19.400 EW. Auf dem ZKW werden jährlich ca. 770.000 m³ Schmutzwasser gereinigt.

Als Besonderheit verfügt das Zentralklärwerk, als erste Anlage in Mecklenburg-Vorpommern, über die 2015 in Betrieb genommene solare Klärschlammtrocknungsanlage mit thermischer Unterstützung. Die als Abprodukt der Kläranalge anfallenden Klärschlämme werden hier vor Abgabe in die Verbrennung zur Mengenreduzierung vorgetrocknet. Mit der Errichtung der Klärschlammtrocknung hat der Zweckverband den Weg in eine zukunftssichere Klärschlammentsorgung eingeschlagen. Die Trocknungsanlage wurde als Pilotprojekt durch das Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern finanziell gefördert.