Schmutzwasserentsorgung
Erste Überlegungen zur Neuordnung der Schmutzwasserentsorgung im ehemaligen Landkreis Gadebusch gab es bereits Ende 1990.
In Zusammenarbeit mit dem damaligen Landkreis Gadebusch und dem Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern wurde festgelegt, dass lediglich die Radegast unterhalb von Rehna und die Stepenitz unterhalb von Mühlen Eichsen geeignet sind, größere Mengen gereinigten Schmutzwassers aufzunehmen.
Hiermit sollen folgende Gewässer geschützt werden:
- Radegasttal mit Neddersee und Burgsee
- Maurine
- Seengebiet Schaalsee (Biosphärenreservat) sowie der Ratzeburger See
- Schilde
- die gestaute Stepenitz oberhalb von Mühlen Eichsen.
Hieraus ergeben sich die Standorte für die Klärwerke Radegast und Mühlen Eichsen. Mit Fortschreibung des Schmutzwasserbeseitigungskonzeptes wurden zusätzlich die Kläranlagen bei Stöllnitz und Kneese sowie 4 verbandseigene Kleinkläranlagen errichtet.
Heute sind 86% unserer Bevölkerung an zentrale Kläranlagen angeschlossen. Für die übrigen Grundstücke erfolgt die Schmutzwasserentsorgung über private Grundstückskläranlagen oder abflusslose Sammelgruben.
Die Schmutzwasserentsorgung in Zahlen:
| Schmutzwassernetz inkl. Druckrohrleitungen | 336 km |
| Kläranlagen inkl. Kleinkläranlagen | 8 |
| Schmutzwasserpumpwerke | 442 |
Schmutzfrachtabbau der zentralen Kläranlagen 2024
| Parameter | abgebaute Fracht | Abbaugrad |
| org. Verbindungen | 1.004 t | 94% |
| Stickstoff-verbindungen | 60,6 t | 88% |
| Phosphor-verbindungen | 21,6 t | 95% |
gereinigte Schmutzwassermenge (ohne abflusslose Sammelgruben) 1.068 Tm³